Gartengeräte pflegen im Winter Rost entfernen Klingen schärfen und Werkzeug ölen für den Frühling
Ach, ihr Lieben, es ist jetzt so richtig still bei mir im Garten. Ehrlich gesagt, das macht mich glücklich, weil ich dann mal durchatmen kann und der Blick aufs leere Beet auch eine Ruhepause ist. Aber beim Aufräumen der Laube habe ich mich gestern echt geärgert, als ich meine Lieblings-Rosenschere in die Hand genommen habe – sie war total vernachlässigt. Der Winter ist halt die Zeit, in der man sieht, wer seine Werkzeuge vernachlässigt hat. Und das war ich! Ich habe mir dann vorgenommen, meine Schätze jetzt fit zu machen. Der erste Schritt war natürlich der Rost. Wer kennt das nicht, diese hartnäckigen braunen Flecken? Ich habe eine Drahtbürste genommen und bei den kleineren, fieseren Stellen so feine Stahlwolle, das geht eigentlich wunderbar. Aber ganz wichtig danach: Man muss die Oxidation stoppen. Ich nehme dafür immer ein altes Tuch, tränke es in Essig und reibe die gereinigten Stellen damit ein. Das neutralisiert das Metall wieder. Was mich am meisten freut, sind scharfe Klingen, die sind ja essenziell, damit die Pflanzen gesunde Schnitte bekommen. Ich habe heute Morgen meine Schleifsteine rausgeholt. Beim Schleifen ist mir immer wichtig, dass dieser ursprüngliche Winkel – meistens so zwischen 15 und 20 Grad – erhalten bleibt. Sonst kann man sich die ganze Schneidleistung vergessen. Und dann kommt der letzte Schritt, den ich am liebsten mag, weil er so pflegend ist: Ich öle alles mit Leinöl ein. Das ist so ein wunderbares, ungiftiges Zeug, das viele auch als Holzpflegeöl kennen. Das Leinöl verhindert nicht nur neuen Rost, sondern hält auch alle Gelenke schön geschmeidig. Ich kann euch nur raten, das jetzt auch zu machen. Wer seine Werkzeuge jetzt pflegt und trocken lagert, hat einfach eine riesige Freude, wenn dann im Frühling die erste Gartenarbeit ansteht. Herzlich, euer Nachbar von Gartengefährten.de 🌱