Oberboden: Die wertvollste Schicht Ihres Gartens.
Gerade jetzt, in der Ruhephase des Gartens, rückt die Erkenntnis wieder in den Fokus, die sich doch durch so viele unserer Gartengefährten-Diskussionen zieht: Die obersten 10 bis 30 Zentimeter Boden sind unsere kostbarste Ressource. Hier schlummert das gesamte Ökosystem und die Humusstoffe, die unsere Pflanzen wirklich nähren. Man kann diese dünne Schicht halt nicht einfach ersetzen; sie ist das einzigartige Herzstück unseres Beetes, das wir jetzt schon pflegen müssen. Deshalb ist der Schutz gerade in dieser Phase so wichtig. Wenn die Beete brachliegen, gilt es, den Oberboden unbedingt vor Auswaschung durch Niederschläge zu bewahren. Ein guter, einfacher Tipp ist eine dünne Mulchschicht – ob mit Laub oder etwas Stroh – die schützt die wertvollen Stoffe schon. Viel wichtiger ist aber die Achtsamkeit beim Betreten: Stark durchnässter oder gar gefrorener Boden darf auf keinen Fall belastet werden. Die Gefahr der Verdichtung ist nämlich enorm und kann die lebenswichtige Bodenstruktur tatsächlich auf Jahre zerstören. Die beste, langfristige Pflege erfolgt ohnehin durch stetige, minimale Zufuhr von organischem Material. Es geht dabei weniger ums Umgraben als darum, den Boden mit kleinteiligen Stoffen wie reifem Kompost immer wieder zu „füttern“, damit er vital und aufnahmefähig bleibt. Das ist doch ein ruhiges Vorgehen für diese Zeit. Wie schützen Sie in Ihrer Region den Oberboden am besten vor Erosion und Auswaschung, wenn die Beete gerade ruhen? 🌿